Pressespiegel

28.11.16

Von Völlegefühl bis Reklamation

Die Saison der Weihnachts-Impro-Show ist eröffnet

Viel Applaus – auch von ihren Impro-Theater-005-Mitstreitern und vom Weihnachtsmann (Marcell Kaiser, r.) – gab es für Irmhild Willenbrink (vorne). Sie brillierte unter anderem als Kundin, die einen Thermomix reklamieren musste. Foto: Conlan

 

 

Welch genialer Auftakt für die Weihnachtszeit. Alle Jahre wieder lockt die Weihnachts-Impro-Show vom Impro Theater 005 die Fans ins Kreativhaus. So auch am Samstag, als die Premiere der neuen „Staffel“ vor ausverkauftem Haus stattfand. Improfreunde schätzen die Garantie auf brüllende Komik. Bunt wie ein Weihnachtsteller und die Spielszenen war auch das Publikum – vom Schüler bis zum Rentner.

 

Zutaten dieses Impro-Weihnachtsmenüs unterm Bühnen-Weihnachtsbaum waren Klavier und Akkordeon (meisterhaft musikalisch improvisiert von Marcus Fischer), der Weihnachtsmann (alias Marcell Kaiser) mit goldenem Buch, vier Improvisationsmeister (Irmhild Willenbrink, Jan Sturmius Becker, Marcus Loebe-Keuter und Jürgen Werner), das ganze gewürzt durch ein Publikum mit spritzigen Ideen und Mut, selber mal auf der Bühne zu agieren.

 

Der Impro-Marathon mit kurzen Abklatsch-Szenen bot einen temperamentvollen Einstieg. Es folgten gespielte Gefühle von Völlegefühl bis zu Zuneigung im barocken Ambiente. Ein Thermomix musste reklamiert werden, wobei die Kundin (Willenbrink) erst während des Spiels erfuhr, was sie anprangerte. In kleinen Pausen schenkten die Akteure Glühwein aus, und der bunte Teller kreiste durch die Zuschauerreihen. Nach der Geschichte von den verliebten Buchhaltern agierten zwei Zuschauerinnen als „Puppenspieler“ mit den Schauspielern. Eine mehrteilige Weihnachts-Soap nahm ihren Anfang. Und vor der Pause wurden – einfach genial – Lieder auf Impro-Kirgisisch-Französisch-Spanisch vorgetragen. Das Publikum klatschte begeistert im Takt. Erfahrene Zuschauer brachten Wichtelgeschenke mit für eine Benefizversteigerung. Dieses Jahr profitiert der Verein „Das herzkranke Kind“.

 

Nach der Pause gab es mehrere Familienszenen: ein synchronisierter Eltern-Kind-Streit, die PublikumsWeihnachtsgeschichte à la Tante Marianne und die originale als Science Fiction.

 

Den Abschluss bildeten Szenen um die barmherzige Tätigkeit „Beten und Teilen“ mit indischer und Gospelvariante. Ein rundum genussreicher Abend mit Spaßgarantie. Eigentlich könnte man ja zu jeder Vorstellung gehen, wird ja sowieso immer wieder anders …

 

 

(WN, 27.11.2016, von Maria Conlan)


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